Münster (lwl). Ein Drittel seines Lebens verbringt der Mensch im Bett. Deshalb beschäftigt sich die neue Wanderausstellung „Leben im Bett“ des Landschaftsverbandes Westfalen-Lippe (LWL) mit den unterschiedlichen Möglichkeiten, ein Bett zu nutzen. „Alles außer Schlafen“ lautet dabei das Motto der Ausstellung, die durch acht westfälische Museen wandert. Anhand ausgewählter Beispiele erfahren Besucher mehr über die Aktivitäten des Menschen im Bett. Den Rahmen bilden das heimische Bett und die Zeit vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart.

Museen und Privatpersonen aus Westfalen-Lippe haben Exponate für diese LWL-Wanderausstellung zur Verfügung gestellt. So vielfältig wie das Thema sind dabei auch die Stücke. Mal humorvoll, mal ernst ermöglichen sie eine Annäherung an die Praktiken rund ums Bett. Ein Kapitel der Ausstellung widmet sich beispiels­weise dem Essen und Trinken. Dafür steht eine sogenannte Trembleuse aus dem 18. Jahrhundert. Das ist eine spezielle Tasse für Trinkschokolade, die gerne am Morgen getrunken wurde. Ein Betttablett und ein praktischer Handstaubsauger sind als Hilfsmittel für ein modernes Frühstück im Bett in der Ausstellung zu sehen.

Jedes der acht westfälischen Museen, die die Ausstellung präsentieren, zeigt vor Ort jeweils ein Bett aus seinem Bestand und ergänzt die Ausstellung so um ein Objekt aus seinem Gebiet. Weitere Exponate stellen Bezüge zur Region her. So gab es in der Vergangenheit diverse Hochzeitsbräuche und Streiche, die das Bett einbezogen. „Wobei sich die Brautpaare vermutlich nicht unbedingt über Steine im Bettstroh oder klingelnde Wecker im Schlafzimmer gefreut haben“, vermutet Ausstellungsmacherin Marion Kaiser. Die westfälischen Nachbarn und Verwandten konnten aber auch sehr fürsorglich sein. Im Münsterland war es zum Beispiel üblich einer Wöchnerin einen besonderen Korintenstuten,einen „Kroamstuten“, ans Bett zu bringen.

Weitere Themen sind der Medienkonsum und das Arbeiten im Bett, Tiere im Bett sowie Glaube und Politik rund ums Bett. Mit Hilfe von Texten, Objekten, Bild- und Tonquellen sowie Taststationen präsentiert die Ausstellung diese Themen sinnlich wahrnehmbar für die Besucher.

Im Rahmen von museumspädagogischen Programmen bieten die Museen Führungen für Erwachsene und in Leichter Sprache an. Texte in Leichter Sprache ermöglichen einen einfachen Zugang zu den Inhalten.  Außerdem erscheint ein Begleitband zur Ausstellung mit wissenschaftlichen Beiträgen über einzelne Aspekte zum Thema „Leben im Bett“.

 

 

 

Leben im Bett. Lesen, Essen, Wanzen jagen.

Eine Wanderausstellung des LWL-Museumsamtes für Westfalen

Mühlenhof-Freilichtmuseum, Theo-Breider-Weg 1 in 48149 Münster

25.Juni bis 20. August

Öffnungszeiten: dienstags bis sonntags 10 bis 18 Uhr

 

 

Finissage (20.08.2017)

Zum Abschluss der Ausstellung bieten wir zwei besondere Führungen durch die Ausstellung an:

14:00 Uhr: Führung durch die Ausstellung mit Ausstellungskuratorin Marion Kaiser vom LWL-Museumsamt

15:30 Uhr: Führung in leichter Sprache mit Ulrich Neseker vom LWL-Museumsamt

Und für Kinder:

15:00 Uhr: Märchen rund ums Bett

 

 

Die weiteren Stationen der Ausstellung:

KulturBahnhof Grevenbrück,Museum der Stadt Lennestadt: 27. August bis  22. Oktober

Bielefelder Bauernhausmuseum: 29. Oktober bis 23. Dezember

Medizin- und Apothekenmuseum Rhede: 7. Januar 2018 bis 4. März 2018

Museum der Stadt Gladbeck: 11. März 2018 bis 29. April 2018

Mindener Museum: 5. Mai 2018 bis 1. Juli 2018

Westfälisches Schiefer-Bergbau-Museum, Schmallenberg-Holthausen: 8. Juli 2018 bis 2. September 2018

Museum Haus Kupferhammer, Warstein: 9. September 2018 bis 4. November 2018

 

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