In historischer Kulisse finden zwei Übungen für angehende Historiker*innen statt

 

Über regelmäßigen Besuch von der Universität Münster darf sich in diesem Semester das Mühlenhof-Freilichtmuseum freuen. Museumsdirektor Dr. Christof Spannhoff bietet zwei Übungen zur westfälischen Landesgeschichte an, die sich mit neu aufgefundenen Urkunden aus Bevergern aus dem 17. Jahrhundert und mit westfälischen Flurnamen befassen. Fachmännische Unterstützung hat er sich dazu mit seinen beiden Co-Dozenten eingeladen: dem Steinfurter Kreisarchivar Jannik Schröder und dem Landeshistoriker Sebastian Schröder M.A., der zudem auch das Stadtarchiv in Borgholzhausen leitet. Insgesamt nehmen 35 Studierende an den Veranstaltungen teil.

Die eine Übung dient der Erschließung der erst jüngst entdeckten Urkunden aus dem 17. Jahrhundert und ihrer Auswertung für die Vergangenheit Bevergerns, die andere soll Flurnamen als wichtige Geschichtsquelle vorstellen und diese besonderen historischen Zeugnisse zum Sprechen bringen. Beide Lehrformate sind also quellennah ausgerichtet und zielen auf die Verbindung des Erwerbs von Methodenkompetenz, wissenschaftlichen Arbeitens und publikumsorientierten Darstellens von historischen Themen ab. Denn aus beiden Kursen soll letztlich eine Publikation hervorgehen. „Die Studierenden tragen also unmittelbar zur landesgeschichtlichen Forschung bei“, freut sich auch Udo Mannefeld, Vorsitzender des Mühlenrates, der die jungen Historiker*innen herzlich im Museum begrüßte. Jeden Dienstag und Mittwoch kommen die Studierenden nun bis Februar zum Mühlenhof – eine Kooperation, von der alle Seiten profitieren.