Über unser Museum

Wer sich im münsterschen Freilichtmuseum näher umsieht, die plattdeutschen Urkunden liest, den Erläuterungen der Museumsführer lauscht, die landschaftsgerechten Anlagen rund um die Höfe und Häuser betrachtet, merkt bald: Der Mühlenhof ist ein besonderes Freilichtmuseum, das auf ganz eigene Weise etwas von der Kultur und Geschichte des Münsterlandes bewahrt und vermittelt. Schon die Entwicklungsgeschichte als freiwillige Bürgeraktion über fünf Jahrzehnte ist selten, die eigenständige Trägerschaft mit geringstmöglicher Inanspruchnahme öffentlicher Gelder bei einer Anlage dieser Größe und Ausstrahlungskraft einmalig.

Zu Beginn stand die mutige Idee einiger Bürger, Handwerker und weitschauender Heimatfreunde, der Stadt Münster eine Windmühle zu schenken. Das Projekt stand innerhalb der Vereinigung „Münster – Münsterland“ unter der Leitung des Vor-sitzenden Heinrich Zumnorde und seines Baumesters Theo Breider. Die Münsteraner verstanden es, ihr Vorhaben tatkräftig zu verwirklichen und dafür in ganz Westfalen Helfer und Förderer zu gewinnen. Nach Vorarbeiten im Jahr 1959 wurde das Museum 1961 eröffnet. Alleiniger Träger der Anlage ist seit 1963 der gemeinnützige Verein „De Bockwindmüel“ mit dem damaligen Gründungsbaas Herbert Albert. Zahlreiche Bürger aus Münster und dem weiteren Ems- und Westfalenland setzen sich in freier Initiative für das gemeinnützige Anliegen des Vereins für das Museum ein und tragen dazu bei, es lebendig zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Auf dem rund fünf Hektar großen Gelände erwarten die Besucher an die 30 große und kleine Bauwerke aus dem 16. bis 19. Jahrhundert. Überwiegend handelt es sich um Originalbauten, die von ihren ursprünglichen Standorten im ländlichen Münsterland und Emsland ins Freilichtmuseum umgesetzt wurden. Einige weitere wurden nach alten Vorbildern rekonstruiert. Im Inneren sind die Häuser mit historischem Gut ausgestattet, das einen Eindruck von den Gewohnheiten und Lebensumständen sowie Arbeitsweisen der Menschen gibt, die hier einmal zu Hause waren.

Das Leben der Menschen im früheren Münsterland kann man anschaulich erfahren und mit allen Sinnen erleben: am Herdfeuer im Gräftenhof des Großbauern, im rauchdurchzogenen Mühlenhaus, in der einklassigen Landschule, im Dorfladen oder in den Handwerkerhäusern.

 

Presseartikel

Erntetag nach alter Väter Sitte, WN 03.08.2015

Frischer Wind für die Bockwindmühle, WN 23.05.2015

Ausstellung  „Von Tanz-, Dorf- und anderen Linden“, WN 06.05.2015

Aufräumen auf dem Mühlenhof, WN 21.02.2015

Neuer Steert für die Bockwindmühle, WN 17.12.2014

„Gläserne Wabe“ für den Mühlenhof-Imker, WN 05.11.2014

Leben wie vor 100 Jahren auf dem Mühlenhof, WN 04.08.2014

Leben wie vor 100 Jahren – Videos, WN 04.08.2014